Frauennetzwerk für Wentorf

Großes Interesse über alle Altersgruppen beim ersten Treffen

Mit dem Internationalen Frauentag am 8. März suchten sich Wentorfs Gleichstellungsbeauftragte Birte Hildebrandt, die SPD-Politikerinnen Andrea Hollweg und Sybille Hampel sowie Ute Berns (Bündnis 90/Die Grünen) ein besonderes Datum für ein besonderes Treffen aus: Sie wollen ein überparteiliches und überkonfessionelles Frauennetzwerk gründen.

Die Organisatorinnen hatten festgestellt, dass Frauen in Wentorf unter anderem in der Gemeindevertretung deutlich unterrepräsentiert sind. Bereits jetzt aktive Ehrenamtliche, aber auch Interessierte, die sich zukünftig einbringen möchten, waren und sind aufgerufen, sich zu beteiligen. "Wir haben vom Land Fördermittel für den Abend bekommen", freut sich Birte Hildebrandt über finanzielle Unterstützung der Auftaktveranstaltung zur Stärkung des Ehrenamtes durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung in Kiel.

Positiv überrascht waren die vier Frauen über das große Interesse: 24 Wentorferinnen "durch alle Altersgruppen' kamen zur ersten Zusammenkunft mit Sekt und Schnittchen in die Alte Schule. Birte Hildebrandt gab einen kleinen Abriss über die Geschichte des Internationalen Frauentages, anschließend fassten alle Frauen in kleinen Gruppen ihre Ideen zum Thema Was fehlt in Wentorf zusammen. Knapp zwanzig bunte Zettel mit unterschiedlichsten Anregungen klebten sie anschließend an ihre Pinnwand. Einige der Vorschläge: Wentorfer Frauenhomepage, Freiwilligen-Börse, Tauschbörse, Referenten einladen zu Produktionsumständen von Lebensmitteln, Frauenstammtisch, Bereitschaftsdienst: Wer bringt die Kinder in den Kindergarten?, Eventscheune, Mehrgenerationenhaus und Ehrung ehrenamtlich aktiver Frauen.

Birte Hildebrandt ist jetzt dabei, die Vorschläge zusammenzufassen, die in dezentralen Arbeitskreisen einzelner Gruppen weiter vertieft werden sollen. "Eine Frau aus unserem Netzwerk hat sich bereit erklärt, eine schöne Internetseite zu gestalten. Dies wird die erste Netzwerk-Arbeitsgruppe werden", berichtet sie. Zwei- bis dreimal jährlich sind größere Arbeitstreffen geplant, das nächste wahrscheinlich schon im April. Interessierte könenn sich per Mail an wenden.

Mit der Einführung des internationalen Frauentages vor über einhundert Jahren sollte besonders der Forderung nach einem Wahlrecht für Frauen Ausdruck verliehen werden. Seit 1921 wurde der Frauentag am 8. März gefeiert, in den 30er Jahren von den Nationalsozialisten verboten und hatte sich nach dem 2. Weltkrieg besonders in den sozialistischen Ländern etabliert. 1975 wurde der 8. März von den Vereinten Nationen zum Internationalen Frauentag erklärt, seit 1980 wird er auch im Europäischen Parlament gefeiert. Die Vereinten Nationen legen das Motto fest, für 2013 lautete es: Versproche ist Versprochen. Zeit etwas für das Ende der gewalt gegen Frauen zu unternehmen.

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